Glatteisgefahr

Lass dich nicht aufs Glatteis führen!

01_Fakten statt Fakenews

Seit einiger Zeit kursieren viele abenteuerliche Informationen zu COVID-19 in den sozialen Medien. Veröffentlicht werden diese beispielsweise von angeblichen Journalist*innen, Influencer*innen, aber auch Politiker*innen. Vieles wird unhinterfragt geglaubt und geteilt, auch wenn die Faktenlagen zu diesen Themen wesentlich anders aussehen. Daher gilt: Kritisches Hinterfragen ist erlaubt!

Wir werden in den nächsten Wochen immer wieder Beiträge zu Verschwörungstheorien auf unserem Instagram-Account und unserer Facebookseite veröffentlichen, in denen wir euch aufzeigen möchten, was tatsächlich hinter diesen Theorien steckt. Eine Übersicht und die Quellenangaben zu den einzelnen Veröffentlichungen findet ihr hier. Wir halten die Liste immer – in Abhängigkeit unserer Beiträge – aktuell:

Glatteisgefahr: AstraZeneca

Impfstoffe gegen Corona sind knapp, trotzdem verweigern sich viele Menschen einer Impfung mit dem Wirkstoff von AstraZeneca. Aber warum? Wir werfen einen Blick auf die Gründe und erklären, warum auch eine Impfung mit AstraZeneca sinnvoll ist.

In den Augen mancher Menschen ist der Wirkstoff des britisch-norwegischen Herstellers AstraZeneca ein Impfstoff zweiter Klasse. Während die Mittel von BionTech/Pfizer und Moderna oder auch der russische Sputnik V-Impfstoff eine Wirksamkeit von bis zu 95% aufweisen, liegt dieser Wert bei AstraZeneca „nur“ bei 60-70%. Diese Zahlen alleine zu betrachten bringt allerdings nichts. Eine Wirksamkeit von 60% bedeutet nicht, dass 40% schwer erkranken oder gar sterben. Der Spiegel schreibt hierzu: „In den groß angelegten Studien wurde nicht das absolute Risiko einer Erkrankung für jede*n Geimpfte*n ermittelt. Dazu hätte man die Proband*innen absichtlich dem Virus aussetzen müssen – eine solche Studie wäre schon aus ethischen Gründen nicht erlaubt. Denn dafür hätte man schwere Verläufe oder gar Todesfälle unter den Proband*innen in Kauf nehmen müssen. Getestet wurde bei AstraZeneca stattdessen […] das relative Risiko – also wie viele Geimpfte sich im Vergleich zu Nichtgeimpften im Alltag anstecken“ (). Das bedeutet, dass es in der Testgruppe der Geimpften 60% weniger Erkrankungen als bei der Vergleichsgruppe der Nichtgeimpften gab.

Die Wirksamkeit hängt auch davon ab, wie genau geimpft wird. So variiert die Wirksamkeit je nach Methode zwischen 70 und 90%. Aber was noch wichtiger ist: Besonders schwere Erkrankungen, bei denen eine klinische Behandlung vonnöten gewesen wäre, können durch den Wirkstoff von AstraZeneca zu nahezu 100% verhindert werden.

Ebenso unwahr ist, dass der Wirkstoff für Menschen ab 65 weniger wirksam ist. Die Empfehlung der Ständigen Impfkommission (STIKO) in Deutschland lautet zwar, den Impfstoff nur Personen zwischen 18 und 64 zu verabreichen, was aber im Umkehrschluss nicht bedeutet, dass er bei älteren nicht wirkt. Diese Empfehlung fußt auf der Tatsache, dass zu dieser Altersgruppe zu wenig Studiendaten vorliegen, um zu einem umfassenden Ergebnis für die Wirksamkeit in dieser Altersgruppe zu kommen.

Auch die Wirksamkeit bei den beiden gefährlichen Mutationen aus dem Vereinigten Königreich und aus Südafrika wird angezweifelt. Hier fehlen allerdings noch abschließende Ergebnisse. Gegen die britische Mutation weist der Wirkstoff nach ersten Studien eine Wirksamkeit von 75% auf, bei der südafrikanischen Mutation ist die Wirksamkeit nach ersten, aber noch nicht evaluierten, Untersuchungen niedriger, auch wenn noch keine eindeutige Zahl veröffentlich wurde. Sicher ist aber, dass das Vakzin auch bei der südafrikanischen Variante einen schweren bis tödlichen Verlauf der Krankheit verhindert. Wie wir bereits in einer anderen Glatteisgefahr erklärt haben, sind die Impfstoffe auf das Erkennen der Spike-Proteine des Virus ausgelegt. Die bisherigen Vakzine erzeugen Antikörper gegen das Spike-Protein des ursprünglichen Virus. Die südafrikanische Mutation weist genau an dieser Stelle Änderungen auf, weshalb die gebildeten Antikörper nun Viren bekämpfen, deren Spike-Proteine sie nicht vollständig erkennen. AstraZeneca arbeitet aber bereits an einem modifizierten Impfstoff, der ab Herbst zur Verfügung stehen könnte.

Eine Impfung mit dem Wirkstoff von AstraZeneca ist also durchaus sinnvoll, die Bedenken sind zwar auf den ersten Blick verständlich, lassen sich aber leicht aus der Welt schaffen. Und allgemein kann man sagen: Jede Impfung schützt und minimiert das Risiko eines schweren Krankheitsverlaufs. Geimpft zu sein ist auf alle Fälle besser, als sich dem Risiko einer schweren Erkrankung auszusetzen.

Quellen: www.dw.de | www.spiegel.de [Paywall]

Spieltagsaktion: Online Escape Room

Am kommenden Sonntag, den 28.02.2021 laden wir euch um 13:00 Uhr zu einem online Escape Room ein! Die Story: sieben junge Menschen brechen auf und verbringen ein paar Tage in einem Ferienhaus. Nach einem ausgelassenen Partywochenende kehren jedoch nur sechs der sieben Personen wieder zurück. Es liegt nun an uns herauszufinden, ob alles nur ein Unfall, ein tragisches Unglück oder ein kaltblütiger Mord war…

Wenn ihr Lust und Laune habt, am Sonntag mit uns dieses Rätsel zu lösen, dann meldet euch bis Samstag, den 27.02.2021 für das digitale Escape Game an. Hierfür könnt ihr uns einfach eine Privatnachricht über unsere Social Media-Kanäle (Facebook und Instagram) schreiben, uns unter 0821 455 12 23 anrufen oder eine Mail an fanprojekt@sjr-a.de senden.

Es lohnt sich, bei der Anmeldung schnell zu sein, da es nur 5 freie Plätze gibt!

Wir freuen uns auch euch!
Euer FP-Team

Tipp der Woche: Podcast „Team Lisa – Der Podcast über Frauen im Sport“

Im Podcast „Team Lisa“ dreht sich alles um Frauen im Sport: Sportlerinnen, weibliche Funktionäre, inspirierende Frauen aus Führungsetagen in Vereinen, Verbänden und aus Unternehmen. Hierzu lädt Lisa Ramuschkat, Sportmoderatorin und ehemalige Leistungssportlerin, in jeder Folge eine Frau aus der Sportbranche ein, welche ihre Geschichte erzählt. Hierbei waren bereits spannende Gäste, wie Bibiana Steinhaus, Turid Knaak, Alexandra Popp und viele, viele mehr.

Hier könnt ihr euch den Podcast anhören: https://teamlisa.podigee.io/32-new-episode
Aber auch auf Spotify und Deezer ist der Podcast abrufbar.

Hört doch mal rein! 😀

Spieltagsaktion: Digitaler Spielemarathon

Am Sonntag, den 21.02.2021 startet um 11:00 Uhr unser digitaler Spielemarathon! Von Montagsmaler, über Black Stories bis hin zu Stadt, Land, Fußball wird alles dabei sein.

Um mitzuspielen, musst du dich lediglich ab 11:00 Uhr über diesen Skype-Channel zu uns schalten:
https://join.skype.com/jUj17pzM0CYF?fbclid=IwAR2n1yweZwXGCTQgaqEAOQWoV1tv3MW139FuaFSgTxd5_dr9LBnV6LtxHYY

Obacht: Bei der Nutzung übers Smartphone benötigst du die Skype-App.

Wir freuen uns auf dich!
Dein FP-Team

Glatteisgefahr – Umwidmung von Verstorbenen

Immer wieder taucht im Internet die Behauptung auf, Angehörige würden von Ärzt*innen oder Kliniken gefragt, ob sie im Totenschein „Covid-19“ als Todesursache angeben dürften, auch wenn eine vollkommen andere Todesursache vorliegt. Ärzt*innen, Kliniken und auch Angehörige könnten sich durch diese Praxis einen finanziellen Vorteil verschaffen. Die Ärzt*innen durch höhere Abrechnungen, Angehörige von Verstorbenen durch die Erstattung von Bestattungskosten.

An diesen Behauptungen ist aber nichts dran. Zu allererst sollte festgehalten werden, dass Ärzt*innen sich strafbar machen, wenn sie falsche Angaben im Totenschein machen. Auch das Bundesgesundheitsministerium und die Deutsche Krankenhausgesellschaft dementieren diese Behauptungen. Ärzt*innen haben einen Eid geleistet, der sie dazu verpflichtet, wahrheitsgemäß und gewissenhaft zu arbeiten. Eine Praxis wie oben beschrieben würde diesen Eid verletzen.

Wahr ist, dass Ärzt*innen Kosten im Falle des Todes eines*einer Patient*in entsprechend der Gebührenordnung für Ärzt*innen (GOÄ) abrechnen können. Dies gilt auch für die Leichenschau, die nach dem Tod vorgenommen werden muss. In ihr wird die Todesursache anhand äußerer Zeichen bestimmt. Ebenso der Todeszeitpunkt und die Identität des*der Verstorbenen. Auch Kliniken können Kosten über Fallpauschalen abrechnen.

Abgerechnet wird nach der GOÄ aber nicht entlang der jeweiligen Todesursache, sondern danach, wie viel Arbeitszeit die Leichenschau in Anspruch nimmt. Ebenso wenig belegbar ist die Behauptung, dass Bestattungskosten übernommen werden. Übernommen werden diese Kosten nur, wenn Angehörige oder Erben sich die Bestattung nicht leisten können. In diesem Fall werden die Kosten vom Sozialhilfeträger getragen. Wahr ist aber, dass die Kosten für eine Bestattung eines*einer an oder mit Covid-19 Verstorbenen teils höher ausfallen können, da Bestattungsunternehmen strengere Hygienemaßnahmen ergreifen müssen, um sich nicht selbst anstecken zu können.

Quellen: www.correctiv.org | www.br.de

Tipp der Woche: Reportage „Allein nach oben“

Unser Tipp der Woche ist dieses Mal die Reportage „Allein nach oben“ aus der 37 Grad-Reihe von ZDF.
Es werden in dieser Folge drei junge Menschen begleitet, deren soziale Herkunft die Aussichten auf einen erfolgreichen Bildungsweg beeinträchtigen. Sie kommen aus unterschiedlichen Lebenssituationen, wollen aber alle um ihre gute Bildung kämpfen, um den sozialen Aufstieg auch trotz (oder gerade wegen) schlechter Voraussetzungen zu schaffen.
Nach wie vor entscheiden Herkunft und andere soziokulturelle Variablen über Karriere. Dies belegen auch jedes Jahr wieder die Zahlen des Bildungsberichtes des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. Die Reportage möchte auf die Schicksale und den Lebensweg hinter den „Zahlen und Statistiken“ schauen.

Hier geht’s zur Reportage: https://www.zdf.de/dokumentation/37-grad/37-allein-nach-oben-100.html

Viel Spaß beim Schauen wünscht euer FP 🙂

Glatteisgefahr – Übersterblichkeit

Kürzlich wurden die Sterbezahlen für das vergangene Jahr in Deutschland veröffentlicht. Einigen erscheinen diese Zahlen angesichts der Pandemie sehr niedrig und nun wird behauptet, dass überhaupt nicht so viele Menschen an Corona sterben und das Virus nicht so gefährlich sei.

Insgesamt starben im Jahr 2020 982.489 Menschen, 39.201 davon an oder mit Corona. Vergleicht man die Zahlen mit dem Schnitt der Jahre 2016 bis 2019, so ergibt sich eine rechnerische Übersterblichkeit von ca. 48.000 Menschen. Der Anstieg hängt zum Teil mit der Corona-Pandemie zusammen, aber auch die Hitzewelle im Sommer forderte Todesopfer. Wie viele Menschen im vergangenen Jahr gestorben wären, gäbe es keine Pandemie, lässt sich allerdings nur grob abschätzen.

Für eine solche Schätzung ist die sogenannte Sterbewahrscheinlichkeit relevant. Sie beschreibt, wie wahrscheinlich es ist, in einem bestimmten Alter eines natürlichen Todes zu sterben. Bei 80-jährigen Frauen beispielsweise liegt die Sterbewahrscheinlichkeit bei 3,5%. Nimmt man nun Bevölkerungsstatistiken und vergleicht sie mit der Sterbewahrscheinlichkeit, lässt sich ein Schätzwert der zu erwartenden Sterbezahlen errechnen. Laut einer Berechnung des Spiegels hätte diese Sterbezahl für das Jahr 2020 bei etwa 955.000 Menschen liegen müssen. Tatsächlich sind jedoch ca. 37.000 Menschen mehr gestorben. Ein Indiz für eine größere Übersterblichkeit.

Doch die Zahlen für das ganze Jahr verraten nur die halbe Wahrheit. Im Sommer 2020 bspw. waren die Sterbezahlen in Verbindung mit Corona gering, bis März 2020 starb in Deutschland niemand an Corona. Auch die Grippewelle im Frühjahr des vergangenen Jahres war vergleichsweise mild, weswegen es auch hier weniger Todesfälle gab als in vorhergehenden Jahren. Daher ist es sinnvoller, einzelne Phasen des Jahres mit denen früherer Jahre zu vergleichen. Beispielsweise starben im Dezember 2020 in Deutschland viel mehr Menschen als in Dezembermonaten der Jahre 2016 bis 2019. In Sachsen lag die Übersterblichkeit im Dezember 2020 sogar bei 70%.

Auch eine Unterscheidung nach Altersgruppen gibt einen genaueren Blick auf die Zahlen. Bei Personen über 80 zeigt sich ein deutlicher Corona-Effekt, während bei Jüngeren nach aktuellem Stand keine größeren Ausschläge zu verzeichnen sind. Das mag zum Teil daran liegen, dass vor allem ältere Menschen an Corona sterben, das kann aber auch daran liegen, dass es im vergangenen Jahr wegen des Lockdowns und den Infektionsschutzmaßnahmen u.a. weniger Verkehrsunfälle gab. Zudem sorgten die Infektionsschutzmaßnahmen vermutlich auch für weniger Todesfälle durch andere ansteckende Krankheiten wie bspw. die Grippe.

Letztendlich lässt sich festhalten, dass die Sterbezahlen in Deutschland im Jahr 2020 kein Indiz dafür sind, dass die Pandemie weniger gefährlich ist als angenommen. Hierzu reicht auch ein Blick in andere Länder, in denen die Sterbezahlen um ein vielfaches höher sind als in Deutschland. Darüber hinaus müssen die Sterbezahlen des vergangenen Jahres vor dem Hintergrund der getroffenen Einschränkungen betrachtet werden. Niemand kann mit 100%iger Sicherheit sagen, wie viele Tote es ohne Infektionsschutzmaßnahmen und ohne Lockdown gegeben hätte.

Quellen: www.br.de | www.spiegel.de (Paywall)

Tipp der Woche: Buch – Damit wir atmen können

Der Ausspruch „I can’t breathe“ des Afroamerikaners George Floyd mündete im Mai 2020 nicht nur in den USA in einen Aufschrei gegen Rassismus und rassistische Gewalt. In dem Buch „Damit wir atmen können. Migrantische Stimmen zu Rassismus, rassistischer Gewalt und Gegenwehr“ kommen Migrant*innen aus Politik, Publizistik, Wissenschaft, Kultur und antirassistischen Initiativen zu Wort: Analysiert werden Ursachen und ideologische Spielarten von Rassismus in unterschiedlichen Kontexten. Darüber hinaus wird auch der Frage nachgegangen, wie Rassismus und rassistischer Gewalt im Alltag begegnet werden kann.

Erscheinen wird das Buch zwar erst im März, kann aber bereits vorbestellt werden.

Spieltagsaktion: Krimi-Dinner

Wenn dir zuhause gerade die Decke auf den Kopf fällt und du nicht weißt, was du am Freitagabend tun sollst, dann haben wir genau das richtige für dich: ein digitales Krimi-Dinner!
Am kommenden Freitag, den 12.02.2021 laden wir dich ab 17:00 Uhr zu einem digitalen Krimi-Dinner über Skype ein. Auf dich warten ein paar spannende Stunden, in denen der/die Mörder*in auf einem Weingut entlarvt werden muss. Aufgrund der Rollenverteilung können maximal 5 Personen teilnehmen, weshalb es sich lohnt, schnell zu sein!

Anmelden kannst du dich bis Donnerstag, den 11.02.2021. Schick uns hierfür einfach eine Nachricht per WhatsApp, Facebook, Instagram oder per Mail (fanprojekt@sjr-a.de). Mit der Anmeldung bekommst du auch deine Rolle sowie die nötigen Zugangsdaten und die Spielregeln mitgeteilt.

Wir freuen uns auf deine Teilnahme! 😀

P.S.: Wenn du eine genaue Übersicht über die kommenden Veranstaltungen des FP haben möchtest, kannst du ja mal hier vorbeischauen: https://aux-inn.de/veranstaltungsort/fanprojekt/

Glatteisgefahr: Unfruchtbar durch Impfung?

Einige Mediziner*innen, darunter Wolfgang Wodarg, ein bekannter Anhänger der Querdenken-Bewegung, behaupten, eine Impfung gegen das Coronavirus würde Frauen unfruchtbar machen. Sie behaupten, dass die Immunantwort des Körpers ein Protein angreife, das für die Bildung der Plazenta an der Gebärmutter verantwortlich ist.

Besagtes Protein weise Ähnlichkeiten mit dem Spike-Protein des Coronavirus auf. Das Spike-Protein (oder Peplomer) hat die Funktion, das Virus an der Wirtszelle anzudocken.

Genau diese Peplomere haben die Impfstoffe gegen das Coronavirus im Blick. Ihr Ziel ist es, dass das Immunsystem diese Proteine erkennt und bekämpft – was es nach derzeitigem Stand der Forschung auch erfolgreich macht.

Das Corona-Spike-Protein besteht aus 1.273 Aminosäuren („Bausteine“ von Proteinen), darin enthalten ist die aus fünf Aminosäuren bestehende Sequenz „VVNQN“. Eine ähnliche, aber nicht identische Sequenz aus fünf Aminosäuren („VVLQN“) befindet sich im Protein Syncitin-1, das in der menschlichen Plazenta gebildet wird. Dieses Protein besteht aus 538 Aminosäuren. Daher ergibt sich eine rechnerische Strukturähnlichkeit von 0,75%. Die Ähnlichkeit beider Proteine ist also weit geringer als behauptet.

Ein weiterer wichtiger Fakt widerlegt die Behauptung von Wodarg. Eine Immunantwort auf das Coronavirus erfolgt nicht nur nach einer Impfung, sondern auch nach einer natürlichen Infektion. Die Antworten sind dabei gleich. Infiziert sich nun eine schwangere Frau mit Corona, würde es zu massiven Problemen bei der Schwangerschaft kommen – bis hin zur Fehlgeburt. Dazu ist aber bis heute kein einziger Fall bekannt. Allein in den USA wurden 40.000 Fälle von corona-positiven Schwangeren untersucht – in keinem Fall kam es zu Problemen auf Grund der Infektion mit dem Virus.


Quellen: www.br.de | www.deutsche-apotheker-zeitung.de